Standartschrift von Regina, meiner Freundin und kursive Kommentare dazwischen von mir:
„Und, wie war’s?“, ist momentan die Standardfrage an mich. Und bevor alle Eindrücke des Abends vom 08.08.2006 aus mir heraussprudeln, sage ich einfach: „Geil!“ Dieses Wort beschreibt wohl simpel aber präzise wie einer Frau das erste Konzert in Köln von Mr Robbie Williams gefallen hat.
Er sah grandios aus. Er hat grandios gesungen (okay, mit kleinen unwesentlichen Einschränkungen). Er hat grandios entertaint. Ich sollte meine Antwort auf die o.g. Frage in grandios ändern. Die Show begann mit einem Feuerwerk und einer feuerspuckenden Bühne. Dann kam er am Ende des Bühnenstegs von unten hochgefahren. Das Publikum klatschte begeistert und Frauenstimmen schrien. Das erste Lied war „Radio“. Eigentlich ein Lied, das ich noch nie besonders mochte, aber ich habe mich noch nie so sehr gefreut es zu hören wie an diesem Abend.
Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich hinter der Bühne – eine Video-Dokumentation aufnehmend, in der ich versuchte, auf dem Schwarzmarkt Karten für das Konzert zu kriegen und möglichst billig reinzukommen. Als das Konzert dann begann, ging ich wie ein bedröppelter Hund ständig um den äußeren Zaun herum, denn ich hatte keine Karten mehr bekommen.
Als ich schon dachte „och, jetzt könnte er aber mal ein bisschen mit uns quatschen…“, erzählte er auch schon wie toll es sei hier zu sein, wie sehr er Deutschland möge, wie „fuckin’ great“ er sich an diesem Abend fühle und wie blöd es am nächsten Tag werde. Tut mir Leid, liebes Robbie Williams-Publikum am 09.08.2006 in Köln, wir hatten einfach das bessere Konzert. Sowohl die Zuschauer mit Sitzplatzkarten, als auch solche im Innenraum weiter hinten müssen es schwer gehabt haben Robbie zu sehen. Entweder saßen sie so seitlich, dass sie nur einen Blick auf ihn erhaschen konnten, wenn er auf ihrer Seite der Bühne stand, saß, lag, hüpfte, tanzte etc. oder aber sie saßen bzw. standen so weit hinten, dass sie einen Robbie Williams in Ameisengröße sahen. Aber es gab ja die Leinwände, auf denen alles übertragen wurde.
Immerhin sahen die noch mehr als ich… Denn ich entdeckte erst nach der Hälfte der Show eine Stelle, an der ich über einen Zaun spähend etwas von der Leinwand sehen konnte. Aber sehr zufrieden machte das nicht. Als Außenseiter ausgesperrt und gedemütigt… Nur weil man sich dachte, dass Robbie Williams ja eh nicht so wichtig sei
Als es im Laufe des Abends immer dunkler wurde, waren die tollen Lichteffekte der Bühne noch viel besser sichtbar und gaben der Show den richtigen Zunder. Für zwei Fans muss das Fußball Schießen zwischen Robbie alias Podolski und seinem Freund Jonny alias Klose (wie sie sich vorstellten) das Highlight gewesen sein. Jeder schoss einen Mini-WM-Fußball ins Publikum und wer am weitesten schoss, hatte gewonnen. An diesem Tag gewann Robbie. Nach dem Song „Feel“, bei dem tausende Feuerzeuge und Wunderkerzen in die Höhe gehalten wurden, verabschiedete sich Herr Williams mit den Worten „Good night!“. Das sollte es gewesen sein? Nach 1 ½ Stunden Gesang, Show, Entertainment? Ohne „Angels“ und „Let me entertain you“? Doch ich konnte mir diese Fragen gar nicht zu Ende stellen, als ein wundervoll aussehender Robbie Williams auf der obersten Kante der Bühne erschien. Gekleidet in Jeans und weißer adidas-Sweatjacke.
Genau zu diesem Zeitpunkt erhaschte ich wohl das erste und einzige Mal einen Live-Blick auf Robbie Williams. Ich ging zu dem Zeitpunkt gerade zufällig an einer Stelle des Zaunes entlang, wo ich durch zwei Bäume eine hell erleuchtete Figur auf der Spitze der Bühne entdeckte. Gott konnte es nicht sein – obwohl es für viele Frauen vermutlich nicht viel Unterschied macht, wer von beiden dort oben steht. Aber ich kann sagen, dass ich ihn gesehen habe – von hinten, aber live!
Er gab ein einzigartiges „Let me entertain you“ zum Besten und wahrscheinlich dachten alle Frauen „Let ME entertain YOU“. Rrrrr…! Der Höhepunkt des Abends war eindeutig der folgende Song und Robbies Durchbruch „Angels“. Wer meinte während „Feel“, „Millennium“ oder „Strong“ viele Lichter im Publikum gesehen zu haben, hat nicht bemerkt, was sich die Zuschauermenge für diesen Song aufgespart hat. Ein gigantisches Lichtermeer, was sich über 80.000 Menschen zog.
Grandios!
Die danach alle in einem tragischem Feuer verbrannten.
Ende des Berichts *grummel*
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