Heidi Klums Papa läuft Amok

Vater Klum macht Ärger. Er scheint offensichtlich, wie fast alle Menschen, im Internet aktiv zu sein. Leider hat er dabei nichts besseres zu tun, als Blogger zu ärgern und gut gemeinte Artikel zu unterbinden. Als er kürzlich auf diesen Eintrag der Kollegen Werbeblogger stieß, sah er wohl das öffentliche Ansehen seiner “fettfreien” Heidi angegriffen.

Dieser Artikel, der sich durchweg positiv liest und noch nicht mal lang ist hat mit Werbung nicht viel zu tun. Schon peinlich, wenn man Content nicht von Werbung unterscheiden kann. Denn folgende E-Mail flog laut Medienrauschen nun bei den Werbebloggern ein. Adressiert von Heidi Klums Vater:

Guten Tag,
da der Name Heidi Klum gesetzlich geschützt ist (R) und TM, bitte ich Sie den Namen aus Ihrer URL zu entfernen und die Werbung mit dem Namen Heidi Klum einzustellen. Als Termin hiefür habe ich mir den 2. Januar 2006 Notiert. […]
(Quelle: Werbeblogger, Fehler auch im Original.)

Schon irgendwie lächerlicht! Erst mal nicht in der Lage sein, zwischen Werbung und Content zu unterscheiden und dann auch noch versuchen abzumahnen.

Nur mal zur Erinnerung, Papa Klum – Deine Tochter Heidi ist eine absolute Person der Zeitgeschichte, was bedeutet, dass diese Person in jeglicher Form genannt werden darf. Es darf sogar Fotos von ihr gemacht werden, sooft man will. Und diese darf man auch in ein Weblog veröffentlichen – sooft man will. Sofern man damit keine Werbung macht… und das ist hier offensichtlich. Es handelt sich, wie unschwer zu erkennen ist, um eine Berichterstattung.

Wenn schon abmahnen, dann sollte man sich vorher kompetent beraten lassen, bevor man sich so ins Fettnäpfchen reiten lässt. Ehrlich gesagt, war das meiner Meinung nach etwas sehr dumm, Papa Klum.

Falls Papa Klum dies liest: Ich weise hiermit darauf hin, dass ich nur zitiere und den Zitaten meine Meinung hinzufüge! In Deutschland gilt ein Zitatrecht, was bedeutet, dass ich alles, was ich lese zitieren darf. Gemischt mit einer Prise Satire darf ich damit auch absolute Personen der Zeitgeschichte nennen. Auch darf ich meine Meinung laut §5 des Grundgesetztes frei äußern. Sofern ich der Heidi nicht Hohn und Spott ausliefere, darf ich schreiben was ich will, sofern es der Wahrheit entspricht und nicht zur Werbung dient.

Also mal nicht so agressiv, Herr Klum – Der Artikel war durchaus positiv.

Ein Kampf gegen die Blogger-Sphäre ist ein verlorener Kampf! So ein Kampf sollte nur überlegt geführt werden!

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2 Responses to “Heidi Klums Papa läuft Amok”

  1. Mag 05. Jan, 2006 at 15:53 #

    Na ja, Abmahnungen und Kostennoten gibt es noch gar nicht und das Ganze wird viel zu hoch gekocht. Unverständlich, wieviel Wirbel darum gemacht wird. Widme man sich besser Berichten über das vorbildliche Engagement von Heidi Klum für Kinderrechte (look at http://www.magnusbeckerblog.de ) bspw.! …

Trackbacks/Pingbacks

  1. problematik.net - 04. Jan, 2006

    achtung es eskaliert!

    der shop— und der werbe—blogger stehen unter beschuss

    und jetzt geht es rund in kleinbloggersdorf:
    spreeblick | golem | wordpresser | lawblog | elfengleich | themenmixer | schockwellenreiter | basicthinking | lapidarium | büroblogge…

Sag was!