Ich will mir gar nicht die Mühe machen, auf die Sicherheitsmängel oder sexistische Aktionen der Betreiber bei StudiVZ aufmerksam zu machen. Das machen schon andere.
Der Marsch in die nächste Web-Revolution ist unaufhaltsam. Klassische Medien berichten darüber, greifen das Thema auf, diskutieren darüber. Wo aber ist bei den ganzen tollen Revolutionen die Sicherheitsrevolution geblieben? Menschen präsentieren sich im Netz wie nie zuvor. Wo man vor vier Jahren noch Angst hatte ein Foto von sich im Internet zu haben, präsentieren Frauen heute ganze Setcards ihrer privaten Fotoshootings – ohne sich der Gefahr bewusst zu sein, mit einer kleinen Google- oder Telefonbuchsuche innerhalb von wenigen Minuten mit Adresse und Telefonnummer gefunden zu werden.
User generated content macht Spaß, keine Frage. Das Netz ist persönlicher, wärmer geworden. Es ist einfach toll mit seinen ganzen Freunden Fotos und Videos zu tauschen, sich in Blogs gegenseitig ins Leben zu schnüffeln und kollaboral nach der Schule oder Uni einfach weiter zu socializen. Davon kriegen die Eltern am wenigsten mit und haben es schwer Sicherheitsmaßnahmen zu treffen.
Je jünger die Kids, desto gefährlicher. Pädophile haben es leichter denn je, denn die Kids haben mit absteigendem Alter immer weniger Sicherheitsbewusstsein. So finden sich in Myspace-Blogs 12jährige Mädels, die offen ihre Nacktfotos präsentieren. Zwar sind die wenigsten so blöd und schreiben groß ihre Adresse drunter, aber außerhalb der Myspace-Wände hinterlassen sie ebenfalls Spuren. Google Bilder sammelt sie, verknüpft a mit b und schon steht der nette Onkel am nächsten Morgen vor der Tür und holt sie auf dem Schulweg ab.
Irgendwas muss passieren, sonst passiert was!
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