… schreibt Jens Kunat, Investor und Gründungsexperte im Web-Bereich, in seinem Weblog. 2008 sei das Jahr der Entscheidungen. Viele würden es nicht schaffen, andere umso mehr. Per Update hat er jedoch seine “gewagte” Überschrift wieder etwas entschärft, was letztlich mein einziger großer Einwand gegen seinen Artikel gewesen wäre. Dennoch habe ich noch Ergänzungen und eigene Ansätze, die ich hier gerne anbringen möchte.
Von einer “Blase” an sich kann eigentlich keine Rede sein. Es ist schon mal gut, dass Jens von einem “Bläschen” schreibt. Doch ich behaupte, dass es nie eine Blase gab. Letztlich begann und endete die damalige Blase, und alles was mit ihr zu tun hatte, an der Börse. Doch selbst wenn heute scheinbar überbewertete Käufe und Verkäufe stattfinden, so spielen sie sich nicht an der Börse ab, denn wir haben alle gelernt. Nur wenige Web 2.0-Unternehmen entschieden sich für einen IPO als Exit. Der neue Trend geht ja bekanntlich verstärkt hin zu Mergers & Aquisitions, wie es Jens auch beschreibt.
Streng genommen gibt es also in meinen Augen keine Blase, wenn wir sie mit der damaligen Dotcom-Blase vergleichen wollen. Dennoch unterstütze ich Jens in der Meinung, dass die allgemeine Euphorie und Hysterie sinkt, was durchaus aber auch subjektives Gefühl aufgrund nachlassender Berichterstattung der klassischen Medien sein kann. Da kennt sich Jens als Investor allerdings selbst besser aus. Wenn es jedoch tatsächlich dazu kommt, dass dieses Jahr vermehrt finanzierte Startups Insolvent gehen, dann hat es definitiv etwas mit der, im Laufe der Hysterie und Euphorie entstandenen, sinkenden Bedeutung der Due Diligence zu tun. Denn jedes Startup ist für sich selbst verantwortlich und hat in erster Linie vor einem Investment dafür zu sorgen, dass es rechtzeitig profitabel wird.
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